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Geschichte
Gottlieb Sauter, Gründer der Stadtkapelle Tengen
Martin Weh, erster Dirigent der Stadtkapelle Tengen (1905-1908)
In den Jahren von 1905-1912 war der Verein durch diverse Anschaffungen wie z.B. einen neuen Taktstock für den Dirigenten finanziell sehr angespannt.
Stadtkapelle Tengen 1924 Auf Veranlassung des Dirigenten besuchten 1928 die beiden Jungmusiker Ernst Schreiber und Berthold Stihl die Musikschule und brachten es bis zum Solisten beim Rundfunk. Da von 1934 bis 1948 die Protokollberichte fehlen, konnte durch Umfrage festgestellt werden, dass die Kapelle zu politischen Zwecken dienen musste. Noch während des Einmarsches der Franzosen, Ende April 1945, brachte Karl Maier (Hinterburg) mit Hilfe von Hermann Bickel die Instrumente vom Schulhaus in den Kirchenkeller in Sicherheit. Zur Neugründung der Musik war ein Gesuch der französischen Militärverwaltung notwendig, welche am 2. August 1948 gestellt wurde. Es wurde dann am 7. Oktober unter einigen Voraussetzungen genehmigt, so dass am 24. Oktober im Gasthaus Adler eine erfolgreiche Gründungsversammlung erfolgen konnte. Die gegründete Musik zählte 20 Mann. Die Unterhaltungskosten der Musik übernahm die Gemeinde, wobei sich die Musik verpflichten musste an bestimmten Festen und Veranstaltungen zur Verfügung zu stehen. Ein großer Tag war der erste Jahresausflug im Jahre 1949 mit der ganzen Gemeindeverwaltung zu einer Bodenseerundfahrt. Im Zeichen der Werbung für passive Mitglieder stand das Jahr 1950.
Hochzeit Josef Zeller im Gasthaus „Zum Frieden“ (1954) von links: Albert Zeller, Otto Elsäßer, Hugo Ritter, Lothar Dietrich, Rolf Zeller, Hermann Schätzle, Franz Sauter, Paul Eisenmann Für neue Uniformen plädierte man 1960, da die vorhandenen zum Teil abgetragen und zu klein waren, jedoch konnte dies von der Gemeinde aus finanziellen Gründen nicht genehmigt werden. Auch das Gruppenkonzert der Gruppe Randen fand in diesem Jahr in Tengen statt, wobei wegen schlechten Wetters auf dem Sportplatz ein Zelt aufgestellt werden musste. Es wurden neue Instrumente angeschafft:
1963 konnte das Waldfest zum 10ten mal abgehalten werden, wobei 1961 die erste Waldkönigin gewählt wurde. Da 1965 das 60-jährige Bestehen der Stadtkapelle Tengen anstand waren die Musiker ein Jahr lang mit Vorbereitungen beschäftigt. Am Samstag den 10. Juli war es dann soweit. Mit dem Heroischen Auftakt eröffnete die Stadtkapelle mit Dirigent Erwin Kornmayer das Festbankett. Um diesen Anlaß gebührend zu feiern, wurden keine Kosten und Mühen gescheut. Un-streitbarer Höhepunkt war der große Unterhaltungsabend mit den Egerländer Musikanten unter der Leitung von Ernst Mosch in einem Festzelt das 3000 Mann fasste. Vertraglich wurde festgelegt, dass das Honorar von 5.200 DM zwei Stunden vor Ende des Gastspiels in bar zu bezahlen war. Nach einem Festumzug, einem Tag der Kinder sowie vielen anderen Höhepunkten, klang das dreitägige Fest bei Musik und Tanz aus. Im Mai 1968 veranstaltete die Stadtkapelle das Bezirksmusikfest der Gruppe 3 Randen, es fand wie schon 8 Jahre zuvor auf dem Sportplatz statt. Durch den Straßenbau Tengen-Uttenhofen konnte man im Jahr 1970 das alljährliche Waldfest in der Flüh nicht abhalten. Aus diesem Grund veranstaltete die Stadtkapelle stattdessen mit dem Männergesangsverein Blumenfeld das 1. gemeinsame Wunschkonzert! Im Januar 1968 übernimmt Karl Kleibrink die musikalische Leitung der Stadtkapelle. Erwin Kornmayer scheidet aus und wird zum Ehrendirigenten ernannt. Kurzfristig und überraschend legt Karl Kleibrink im Dezember 1971 das Amt des Dirigenten nieder. Im Januar 1972 wurde Franz Sauter als Nachfolger von Rolf Zeller zum 2. Vorstand gewählt und im März übernahm Erwin Kornmayer wieder die musikalische Leitung. . Die Geburtsstunde der Randenmusikanten schlug am 10. November 1973. Diese setzten sich aus 15 Musikern der Stadtkapelle Tengen zusammen. Unter der Leitung von Hermann Schätzle konnten sie bereits im Gründungsjahr fünf Auftritte verbuchen. Durch den Bau der neuen Randenhalle konnte 1973 zum erstenmal ein gemeinsames Weihnachtskonzert durchgeführt werden. Dieses fand am 25. Dezember statt. Der Veranstalter war die Stadt Tengen. Mitwirkende waren: Stadtkapelle Tengen, Gesangsverein Blumenfeld, Uttenhofen, Talheim sowie der Kirchenchor. Der Erlös der Veranstaltung kam der Randenhalle zugute. 1974 gab die Stadtkapelle gleich 2 Konzerte. Bereits im März wurde zusammen mit dem Männergesangsverein Blumenfeld ein großes Wunschkonzert gegeben. Auf dem Programm standen 14 Musik- und 8 Gesangsstücke. Erst am darauf folgenden Weihnachtskonzert präsentierte sich die Stadtkapelle Tengen in neuer Uniform die feierlich eingeweiht wurde. Das Beanstanden der fehlenden Kopfbedeckung veranlasste die Stadtkapelle nach 3 Jahren die Uniformen mit Hüten zu vervollständigen. Im selben Jahr gönnten sich die Musiker 2 schöne Tage in Südtirol. . Mit Musik und Tanz der Amigos und den Randenmusikanten ließ man das Jahr 1977 ausklingen. Über einen Besuch in Vichy (Frankreich) freuten sich die Musiker im April 1978. Zu Gunsten der Freunde und Gönner der Stadtkapelle veranstaltete man ein Neujahrswunschkonzert. Am 02.05.1979 wurde beim Amtsgericht Singen die Stadtkapelle Tengen für Gemeinnützig erklärt und ins Vereinsregister als e.V. eingetragen. . Durch den Zuwachs von 12 Jungmusikern musste man sich um neue Räumlichkeiten Gedanken machen, da das alte Probelokal für die nun 45 Musiker nicht mehr ausreichte. Deshalb beschloss die Stadt gemeinsam mit der Stadtkapelle die Rahmstation "Milchhäusle" als Probelokal umzubauen (1979). Im März 1980 konnte eine 5-fache Taufe in Tengen gefeiert werden davon waren 4 Kinder aus Stadtmusikerfamilien. . Dies waren: Fritz Weckerle, Rudolf Müller, Franz Keller, Albert Stihl, Adalbert Zeller (Nichtmusiker). Am 27. Dezember feierte die Kapelle mit einem Jubiläumskonzert ihr 75-jähriges Bestehen. 1981 fand in Blumenfeld das erste Städtlefest statt, welches die Stadtkapelle umrahmte. Am 26. Dezember 1981 erschien Dirigent Erwin Kornmayer nicht zur Generalprobe, da er erkrankte und ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Otto Sauter leitet das von Erwin Kornmayer einstudierte Konzert. Fast auf die Minute genau mit dem Ende des Konzertes verstarb Ehrendirigent Kornmayer am 27. Dezember 1981 im Alter von 68 Jahren. Nach nur 6 Wochen Amtszeit gab die Stadtkapelle unter dem neuen Dirigenten Rolf Stump am 1. Januar 1983 ein Neujahrskonzert. Herr Stump vermittelte der Kapelle die Interpretation der modernen Unterhaltungsmusik und brachte die Kapelle musikalisch voran.
Stadtkapelle Tengen bei der Marschmusikbewertung 1989 in Leipferdingen. Am 27. Februar 1988 findet ein Generationswechsel statt, die Vorstände Alfons Eck und Franz Sauter legen ihre Ämter nieder. Nachfolger werden als Vorstand Bernhard Wesle und als stellvertretender Vorstand Bernhard Eisenmann. Klarinettist Hans-Peter Huber übernimmt am 1. Mai 1988 die musikalische Leitung der Stadtkapelle und auch die Randenmusikanten formieren sich unter der Leitung von Rudolf Müller und Wolfgang Veit neu. Am 30. April 1989 nahm der Verein an der Marschmusikbewertung in Leipferdingen erfolgreich teil. Im Jahre 1992 fand erstmals die traditionelle Modenschau mit der Agentur Top Form am Schätzelemarkt statt. Die aus den Reihen der Stadtkapelle gegründeten Randenmusikanten feierten 1993 unter der Leitung von Rudolf Müller ihr 20-jähriges Bestehen. Im selben Jahr präsentierte sich die Stadt Tengen an der internationalen Gartenbauausstellung in Stuttgart, hierbei umrahmte die Stadtkapelle die Präsentation musikalisch. Das 90-jährige Bestehen feierte die Kapelle 1995 in Verbindung mit dem 41. Bezirksmusikfest in der Flüh. Nach 4 erfolgreichen Jahren Modenschau präsentierte die Agentur Top Form 1996 die Miss Germany 94, die Miss World Deutschland und die Miss Moskau 92. Nach 22 Jahren wurde pünktlich zum Weihnachtskonzert die neuen Uniformen vorgestellt. Die damaligen Anschaffungskosten betrugen 38.000 DM. Die über die Grenzen hinaus bekannten Randenmusikanten trugen sich 1998 aufgrund ihres 25 jährigen Bestehen in das Goldene Buch der Stadt Tengen ein. Als politischer Festredner konnte Ministerpräsident Erwin Teufel am Schätzelemarkt gewonnen werden. Im selben Jahr begannen auch die Bauarbeiten für das neue Musik-Pavillon, welcher mit sehr viel Eigenarbeit errichtet wurde. Dabei wurden 3000 Stunden freiwillig geleistet. Die erste Musikprobe im neuen Probelokal wurde nach einem Marsch durch Tengen am 23. April 1998 abgehalten. 2 Monate später fand am 13. Juni 1998 die offizielle Einweihung des Probelokals statt. Aus diesem Anlass wurde nach einem Gottesdienst unter den Kastanien gefeiert und das Musik-Pavillon konnte besichtigt werden. Nach einem arbeitsintensiven und musikalisch erfolgreichen Jahr, beschloss die Vorstandschaft die Musiker gebührend zu belohnen. Daraufhin organisierte man einen sportlichen Ausflug nach Oberstaufen, bei diesem für jeden etwas dabei war. Ob Rafting, Wandern, Rodeln oder das Besichtigen einer Käserei, alle waren begeistert und dieser Ausflug wird immer in schöner Erinnerung bleiben. Im Sommer 1999 legt Hans-Peter Huber nach 11 erfolgreichen Jahren den Taktstock nieder. Von Oktober 1999 bis Dezember 2001 leitet der Berufsmusiker Ernst-Martin Schär aus Stein a. Rhein die Kapelle. Anlässlich des Jahrtausendwechsel lies die Stadtkapelle den von früher bekannten Silvesterball wieder aufleben. Mit Freunden und Bekannten lies man die Korken knallen! Aufgrund der Sanierung der Randenhalle 2001 fand ein Kirchenkonzert ohne Beteiligung des Männergesangsvereins in der St. Laurentiuskirche statt. Die musikalische Leitung der Randenmusikanten übernimmt der langjährige Klarinettist Alexander Mayer. Von 2002 bis September 2003 leitet der Vizedirigent R. Müller die Stadtkapelle. Wieder einmal entschied man sich für einen sportlichen Ausflug. Am 14. September 2003 radelte man bei Sonnenschein von Tengen über die Schweiz nach Konstanz. Zum Ausklang wurde man mit einem guten Buffet auf dem Tanzschiff belohnt. .
Im Oktober 2003 übernimmt der junge Dirigent David Krause aus Stockach die musikalische Leitung und bereits
im darauf folgenden Jahr gründet dieser ein Jugendblasorchester.
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